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VisionenWie könnte eine Arbeitswelt für fühlende Menschen aussehen? Unsere Arbeitswelt beruht auf dem traumatisierten, funktionierenden Menschen (siehe auch den Text zum Homo sentiens). Jede einzelne Person soll sogar austauschbar sein (ein "Rädchen" im System!). Der fühlende Mensch passt in diese Ökonomiestrukturen jedoch nicht hinein. Es stellt sich also die Frage, wie eine andere Arbeitswelt aussehen könnte. Folgende erste Aspekte sind mir dazu bisher eingefallen: 1. fühlende Menschen sind Spezialisten (siehe auch diesen Artikel über Neurodiversität). Ihre Super-Wahrnehmungsfähigkeit ist so gesehen eine Stärke. 2. Jede einzelne fühlende Person und erst recht jede Gruppe von fühlenden Personen hat eine einzigartige Kombination von Fühlfähigkeiten. 3. In der heutigen Ökonomie bestimmt der "Unternehmergeist" was produziert werden soll und sucht sich dafür die passenden Rädchen. 4. In der Fühlunternehmung bestimmen die Fühlfähigkeiten in welche Richtung es (vorerst) gehen soll. Es ist also eine, im Gegensatz zur klassischen Ökonomie, eher umgekehrte Vorgehensweise. Die Entwicklung der Unternehmung ist auch nicht linear zielgerichtet, sondern eher amöbenhaft, mäandernd, prozesshaft ... . 5. Der erste Schritt in der Fühlunternehmung ist also die Selbstreflexion der Person beziehungsweise der Gruppe und hernach das Ausloten der ersten Richtung. 6. Da Traumatisierungen dem Fühlenkönnen (= Verbindung aufnehmen!) im Wege stehen können, bedarf es auch emotionaler Techniken wie zum Beispiel dem Focusing. Der Verbindungsabbruch und die Unterbindung der eigenen Fühlfähigkeit, in bestimmten Bereichen, ist, nach meiner Erfahrung, das Kennzeichen einer nicht geheilten Traumatisierung. Das heißt umgekehrt: je intensiver und diverser die Fühlfähigkeiten sind desto umfangreicher ist das Potenzial der Unternehmung. 7. Eine hierarchische Struktur wäre diesem Unternehmungsprozess ganz offensichtlich schädlich. Stattdessen werden moderne Formen der Kommunikation eingesetzt werden (Redestabrunden, systemisches Konsensieren, Gewaltfreie Kommunikation, ... und bei größeren Unternehmungen so etwas wie Bürgerräte, ...). 8. Die Angst der heutigen Arbeiternehmer, aber auch vieler kreativer Berufe, durch KI ersetzt zu werden ist nicht unbegründet. Funktionierende "Rädchen" sind nunmal durch effizientere Maschinen und durch den Einsatz der KI austauschbar. Den fühlenden Menschen wird dies nicht ängstigen, denn fühlen ist genau das, was Maschinen und KI nicht können (siehe auch diesen Artikel zum Homo sentiens und KI von 2023). Wenn Dich dieser Text anspricht: Das Atelier b22 ist ein Platz, um sich darüber auszutauschen. siehe auch: Der neue Mensch: Homo sentiens Das Zeitalter der Enttraumatisierung Einführung in die Galerie b22 und Texte zu den Bildthemen zur Werksübersicht (images-overview) hier
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